Barbara Kuklinski
Andrea von Moers
Gerhard Dierig
Engelbert Decker
Jan Weigelt

 

 

Seine musikalische Ausbildung begann der gebürtige Schwabe Gerhard Dierig (Jahrgang 62) während seiner Schulzeit in Moers. Mehrfach nahm er erfolgreich am Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" teil. Er studierte Bratsche bei Prof. Konrad Grahe / Essen und Prof. Jürgen Kussmaul / Düsseldorf. Sein Konzertexamen legte er bei Prof. Vladimir Mendelssohn / Essen ab. Bereits als Schüler widmete er sich der Kammermusik. Mit seinen Geschwistern bildete er das "Dierig Quartett". Das Melos Quartett / Stuttgart, Sandor Devich / Budapest und Rudolf von Tobel / Bern formten das Profil des Familienensembles. Unter anderem erspielte sich das Dierig Quartett 1988 den 1. Preis beim internationalen Kammermusikwettbewerb "Charles Hennen Concours" in Heerlen / NL. Als Duo (mit Beate Dobner) wurde Gerhard Dierig 1993 mit dem Kammermusikpreis Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. In den vergangenen Jahren unternahm er Auslandstourneen mit dem "Deutschen Mozart Ensemble" und dem "Trio Contraste" (Flöte, Bratsche, Gitarre).
Seit der Spielzeit 1990/91 ist Gerhard Dierig Mitglied des Kölner Gürzenich Orchester. Darüber hinaus tritt er international als Instrumentalsolist auf. Doch der vielseitige Künstler ist nicht nur ein Virtuose auf Geige und Bratsche, sondern sein Interesse gilt ebenso dem Gesang. So konnte er im Rahmen freier Produktionen einige Solopartien übernehmen, unter anderem den Leopold im "Weißen Rössl", den Tamino in Mozarts "Zauberflöte" und den Alfred in der "Fledermaus" von J. Strauß. Selbstredend, dass der sympathische Tenor diese Partien nicht nur gesanglich und musikalisch, sonder auch schauspielerisch in beeindruckender Weise gestaltet. In den letzten Jahren sang Gerhard Dierig die Tenorpartien u.a. aus "Lobgesang" und "Elias" von F. Mendelssohn-Bartholdy, dem "Lied von der Erde" (G. Mahler), die "Die 7 Todsünden" von Brecht/Weill. Darüber hinaus widmet er sich speziell der Musik aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, insbesondere der klassischen und ungarischen Operette (vor allem mit dem Trio "Joj...!") und aus der Ära des frühen Tonfilms.
Seine zahlreichen Fähigkeiten und seine profunde musikalische Ausbildung sind unentbehrlicher Bestandteil und Bereicherung des Ensembles "Operetta con boa" - ob als Tenor oder als Zigeunergeiger, ob als selbstverliebter Musiklehrer Orpheus in "Orpheus in der Unterwelt" von J. Offenbach oder als verliebter Oberkellner Leopold aus dem "Weißen Rössl" von R. Benatzky, in welcher Partie Gerhard Dierig auch besonders seine komödiantischen Qualitäten voll entfalten kann.