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Seine musikalische
Ausbildung begann der gebürtige Schwabe Gerhard
Dierig (Jahrgang 62) während seiner Schulzeit in
Moers. Mehrfach nahm er erfolgreich am Bundeswettbewerb
"Jugend musiziert" teil. Er studierte Bratsche
bei Prof. Konrad Grahe / Essen und Prof. Jürgen
Kussmaul / Düsseldorf. Sein Konzertexamen legte
er bei Prof. Vladimir Mendelssohn / Essen ab. Bereits
als Schüler widmete er sich der Kammermusik. Mit
seinen Geschwistern bildete er das "Dierig Quartett".
Das Melos Quartett / Stuttgart, Sandor Devich / Budapest
und Rudolf von Tobel / Bern formten das Profil des Familienensembles.
Unter anderem erspielte sich das Dierig Quartett 1988
den 1. Preis beim internationalen Kammermusikwettbewerb
"Charles Hennen Concours" in Heerlen / NL.
Als Duo (mit Beate Dobner) wurde Gerhard Dierig 1993
mit dem Kammermusikpreis Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
In den vergangenen Jahren unternahm er Auslandstourneen
mit dem "Deutschen Mozart Ensemble" und dem
"Trio Contraste" (Flöte, Bratsche, Gitarre).
Seit der Spielzeit 1990/91 ist Gerhard Dierig Mitglied
des Kölner Gürzenich Orchester. Darüber
hinaus tritt er international als Instrumentalsolist
auf. Doch der vielseitige Künstler ist nicht nur
ein Virtuose auf Geige und Bratsche, sondern sein Interesse
gilt ebenso dem Gesang. So konnte er im Rahmen freier
Produktionen einige Solopartien übernehmen, unter
anderem den Leopold im "Weißen Rössl",
den Tamino in Mozarts "Zauberflöte" und
den Alfred in der "Fledermaus" von J. Strauß.
Selbstredend, dass der sympathische Tenor diese Partien
nicht nur gesanglich und musikalisch, sonder auch schauspielerisch
in beeindruckender Weise gestaltet. In den letzten Jahren
sang Gerhard Dierig die Tenorpartien u.a. aus "Lobgesang"
und "Elias" von F. Mendelssohn-Bartholdy,
dem "Lied von der Erde" (G. Mahler), die "Die
7 Todsünden" von Brecht/Weill. Darüber
hinaus widmet er sich speziell der Musik aus den ersten
Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, insbesondere der klassischen
und ungarischen Operette (vor allem mit dem Trio "Joj...!")
und aus der Ära des frühen Tonfilms.
Seine zahlreichen Fähigkeiten und seine profunde
musikalische Ausbildung sind unentbehrlicher Bestandteil
und Bereicherung des Ensembles "Operetta con boa"
- ob als Tenor oder als Zigeunergeiger, ob als selbstverliebter
Musiklehrer Orpheus in "Orpheus in der Unterwelt"
von J. Offenbach oder als verliebter Oberkellner Leopold
aus dem "Weißen Rössl" von R. Benatzky,
in welcher Partie Gerhard Dierig auch besonders seine
komödiantischen Qualitäten voll entfalten
kann.
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